
Patienten aus ganz Deutschland
Rund 5️ von 1.000 Kindern haben eine sogenannte Trichterbrust: Bei der meist angeborenen Fehlbildung sinkt das Brustbein nach innen ein, wodurch eine auffällige Delle in der Brust zu sehen ist. Für die Betroffenen ist das zum einen psychisch belastend, denn häufig leidet ihr Selbstbild darunter. Zum anderen bringt eine Trichterbrust auch körperliche Herausforderungen mit sich. Weil Lunge und Herz durch die Fehlstellung weniger Platz im Brustkorb haben, leiden die Betroffenen zum Beispiel unter Atemnot, wenn sie sportlich aktiv sind.
Mit einer schonenden Methode können wir im Schwarzwald-Baar Klinikum Betroffenen helfen: „Mittels zwei kleiner Schnitte wird eine Metallspange in den Brustkorb eingesetzt, welche die nach innen fallende Brustwand nach außen drückt“, erklärt Dr. Avraam Mastorakis, Direktor der Abteilung für Kinder- und Jugendchirurgie, das Vorgehen. „Diese bleibt für 18 bis 24 Monate im Körper, dann wird sie wieder herausgenommen. Quasi wie eine Zahnspange – nur für den Brustkorb.” Der Chefarzt ist ein echter Experte auf dem Gebiet und macht den Eingriff fast wöchentlich. Für diese spezifische Fachkompetenz ist Dr. Mastorakis weit über die Kreisgrenze bekannt: Aus ganz Deutschland kommen Patienten zu ihm, um sich behandeln zu lassen – wie die beiden Jungs. Der 16-jährige Simon ist extra aus Hannover angereist und der 19-jährige Kian hat den Weg von Köln aus auf sich genommen.
TRICHTERBRUST
KINDERCHIRURGIE
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